Koordinierungs- und Interventionsstelle
gegen häusliche Gewalt
und Stalking (KIS)

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung

(§ 1631, Absatz 2 BGB)

Kinder und Jugendliche sind nicht nur Zeugen häuslicher Gewalt, sondern immer auch Opfer.
Sie erleben eine körperliche Bedrohung gegenüber einem betreuenden Elternteil, meist der Mutter, auch als Bedrohung gegen sich selbst. Weil Kinder und Jugendliche so abhängig sind von der Person, die sie versorgt und betreut, kommt ihnen eine Bedrohung dieser Erwachsenen sogar noch schlimmer vor als eine Bedrohung der eigenen körperlichen Unversehrtheit. Kinder und Jugendliche, die Gewalt zwischen den Eltern miterleben, entwickeln eine Vielzahl von Störungen in der emotionalen, kognitiven und sozialen Entwicklung. 72% der Mädchen und 95% der Jungen wiederholen später das Verhaltensmuster der Eltern in der eigenen Beziehung, das heißt, sie werden entweder Täter oder Opfer. Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen!